Es ist das Denken, aus dem Neues entsteht
Kritikfähigkeit ist ein selbstbestimmter Prozess.
Zu erkennen, dass menschliche Beziehungen
- ob im persönlichen Umfeld oder über soziale Grenzen hinweg -
letztlich auf dem Verständnis für die Wahrnehmung der Mitmenschen beruhen, führt zu einem kritischeren Umgang mit sich selbst.
Es hilft, eigene Ängste zu erkennen und die der anderen nicht nur zu tolerieren, sondern zu verstehen, um so mit einer weltoffenen Einstellung
selbstsicher extremistischen Einflüssen entgegentreten zu können.
Ein Plädoyer für das Wahrhaben von Unwahrheiten
Nur die Akzeptanz, dass das eigene Wissen unvollständig ist, fördert das Verständnis für die Unvollständigkeit anderer und für gesellschaftliche, kulturelle und persönliche Unterschiede. Und sie führt zu der bewussten Entscheidung, das „Nichts“ als Waffe gegen Extremismus zu akzeptieren und zu nutzen. Nicht zuzulassen, dass medieninszenierte Zukunftsängste über unser Leben bestimmen. Nicht zuzulassen, dass selbstauferlegte Doktrinen unser Verhalten beeinflussen. Nicht zuzulassen, dass Meinungen anderer unser Urteilsvermögen trüben. Nicht zuzulassen, dass eigene Ängste das Verhalten und die Einstellung steuern.
Wettbewerbsbeitrag Verlierer Verlag "Achselzuckend leben" 2026
Keine Negativität, sondern konstruktiver Negativismus
Wo hört das Aufzeigen subjektiver durch Medien, Umfeld und Erfahrung beeinflusster Denkweisen und Ideologien auf und wo fängt Gesellschaftskritik an? Wie beeinflussen sich individuelle und kollektive Denkmuster? Und bewirkt erst die Abwesenheit beider die Akzeptanz und Förderung der Veränderung, die eine Gesellschaft und das soziale Leben vor dem Stillstand bewahrt?
